Ein „White-Board“ – WeißeTafel „
im Kindergarten St. Maria Waging
Chance ……….oder ….Unsinn!!!!!??????????
Geht es um den Einsatz von Computern im Kindergarten,
stößt man sowohl bei Eltern, als auch bei manchen Kolleginnen auf Unverständnis.
Es wird kritisiert, Kinder sollen spielen, das Computer sitzen kommt noch früh genug.
So ein Schmarrn, was sollen so kleine Kinder vorm Computer.
Wir als engagierte Erzieherinnen und Pädagoginnen haben schon lange die Zeichen der Zeit erkannt
und es ist für uns auch eine Selbstverständlichkeit diverse Medien im Kindergartenalltag einzubinden.
Wir versuchen neue Lebenswelten, nicht nur zur Kenntnis zu nehmen,
sondern im Bewusstsein von Chancen und Risiken darauf zu reagieren und danach zu agieren.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir den Fortschritt nutzen müssen,
damit wir letztendlich die gleichen Chancen und notwendigen Qualifikationen haben.
Ja – aber was soll das schon alles im Kindergarten ??
Bildung beginnt bereits im Kindergarten!!!!
Durch die sehr gute Kooperation, Zusammenarbeit des Kindergartens mit der Kirchenverwaltung und dem Träger,
dem Gemeinderat mit Verwaltungsgemeinde Waging am See,
dem Elternbeirat und dem Grundschulrektor in Waging
wurde mit dessen Hilfe eine interaktive Tafel für den Kindergarten erworben.
Wir Pädagogen vertreten die Meinung, dass bereits im Kindergartenalter
die Möglichkeit zum Umgang mit diversen Medien gegeben werden muss.
Freude am Zugang zu neuen Medien wecken,
aber sie auch durch Gespräche mit Kindern und Eltern vor Missbrauch schützen.
In der modernen Gesellschaft sind Informations- und Kommunikationstechnik
und Medien maßgebliche Faktoren des öffentlichen, politischen, kulturellen,
wirtschaftlichen und beruflichen Lebens.
Sie sind dementsprechend alltäglicher Bestandteil der individuellen Lebensführung.
Das Spektrum der Medien ist weit.
Materiell wird unterschieden zwischen Druckmedien und technischen Medien.
Druckmedien kennen wir schon seit langen im Kindergartenbereich – Bilderbücher, Geschichten, Märchen usw.
Medienkompetenz bedeutet bewussten, kritisch-reflexiven,
sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Medien.
Alle Medien beinhalten Chancen und Risiken.
Es gibt nicht die „guten“ und die „schlechten“ Medien.
Es kommt jeweils darauf an, welche Angebote Kinder wählen und welche Optionen sie realisieren.
Medienbildung und -erziehung zielt darauf ab, den Risiken entgegenzuwirken,
die Orientierungskompetenz zu stärken, die positiven Potenziale nutzbar zu machen.
Die Stärkung von Medienkompetenz geschieht im Wechselspiel
von gezielter Unterstützung und selbsttätiger Kompetenzerweiterung.
Medienbildung unterstützt und stärkt zugleich Kreativität, Kommunikationsfähigkeit,
kognitive Kompetenzen und die technischen Fertigkeiten des Kindes.
Auch kleine Kinder interessieren sich für alle Formen der Medien.
Sie wollen sich mit ihnen beschäftigen und ausprobieren, was man damit machen kann.
Wichtig ist, dass Kinder bereits in frühester Kindheit vielfältige Alternativen zur Beschäftigung
mit Medien kennen lernen, wie etwa Naturerfahrungen und Bewegungsspiele im Freien.
Ferner ist ihre Sensibilität für Überforderung und Überreizung bei der Nutzung von Medien zu wecken,
auch im Sinne der Suchtprävention.
Kinder beim Hineinwachsen in die Medienwelt fachkompetent zu unterstützen
setzt auf Seiten des pädagogischen Personals die Bereitschaft und vielleicht auch den Mut voraus,
eingefahrene Wege zu verlassen und sich auf neues, auch für die pädagogischen Fachkräfte
mit Lernen verbundenes Terrain zu begeben.
(Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung)
So sind unsere Erfahrungen und Reflexion der Medienpädagogik im Kindergarten bis jetzt

Und was sehr wichtig ist ………-keine Angst-……….wir sitzen nicht tag-täglich vor dem Computer. Wir gehen nach wie vor mit den Kindern täglich nach Draußen, machen unsere Naturerfahrungen, sowie wir auch alle anderen themenbezogenen Förderschwerpunkte in unsere pädagogische Arbeit mit einbinden. Dies ist nur ein kleiner Teil unserer Bildungs- und Erziehungsbereiche im Bezug auf Sprach- und medienkompetente Kinder, eingebunden in die anderen Förderschwerpunkte, sowie Stärkung der Basiskompetenzen des Kindes.
Jederzeit können sie uns im Kindergarten besuchen, sich die „Weiße Tafel“ erklären lassen, und wir zeigen auf, wie wir sie in unserer pädagogischen Arbeit mit einbeziehen und integrieren.
Auch wir können noch kein absolutes Resümee darüber geben. Wir müssen Erfahrungen sammeln, dazulernen und unser Wissen erweitern und uns neues Wissen aneignen.
Ein Leitspruch unseres Qualitätshandbuches lautet:
Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtskommen – fürchte dich vor dem Stehenbleiben.